Die kurze Antwort
Guppys fühlen sich bei einem pH-Wert von etwa 7,0 bis 8,0 am wohlsten — neutral bis leicht alkalisch — in mittelhartem bis hartem Wasser. Sie sind klassische Hartwasser-Lebendgebärende und bevorzugen daher, anders als weichwasserliebende Salmler, tatsächlich einige Mineralien und einen höheren pH-Wert. Verbeißen Sie sich dabei aber nicht in einen exakten Wert: Guppys sind bekanntlich anpassungsfähig, und ein stabiler pH-Wert, an den sie sich gewöhnt haben, zählt weit mehr als das Jagen nach einer „perfekten“ Zahl. Liegt Ihr Leitungswasser in diesem Bereich, sind Sie bereits bestens aufgestellt.
Warum Guppys es hart und alkalisch mögen
Guppys entwickelten sich in mineralreichen Gewässern und nutzen Calcium und Magnesium für Gesundheit, Farbe und Vermehrung. Ein höherer GH kommt ihnen direkt zugute, und der KH, der meist mit hartem Wasser einhergeht, hält den pH-Wert stabil und alkalisch — genau das, was sie brauchen. Deshalb tun sich Guppys in weichen, sauren Schwarzwasserbecken für andere Fische oft schwer. Zur Härte siehe KH und GH erklärt.
Jagen Sie nicht der Zahl hinterher
Der häufigste Guppy-Fehler ist das Herumdosieren mit pH-Chemikalien, um exakt 7,5 zu treffen. Jede Anpassung birgt das Risiko eines Ausschlags, und Schwankungen stressen Fische stärker als ein beständiger „unpassender“ Wert je könnte. Testen Sie Ihr Leitungswasser mit einem Tröpfchentest — landet es irgendwo zwischen 7,0 und 8,0, lassen Sie es in Ruhe und halten Sie es mit regelmäßigen Wasserwechseln stabil.
Falls Sie doch anpassen müssen
Um das Wasser guppyfreundlicher zu machen, siehe Wasser härter machen. Zur allgemeinen Steuerung siehe pH-Wert anheben oder senken, und stöbern Sie in der Guppy-Pflege in unserem Guppy-Ratgeber. Mehr im Wassertest-Hub.