Guppy
Poecilia reticulata
Pflegeaufwand: AnfängerPflege-Steckbrief vom AquaristikTest-Redaktionsteam · So testen wir
Überblick
Der Guppy (Poecilia reticulata) ist wohl der beliebteste Aquarienfisch der Welt — aus gutem Grund: Die Männchen sind lebende Regenbögen, die Fische sind robust und günstig, und sie sind endlos unterhaltsam. Als Lebendgebärender bringt der Guppy freischwimmende Jungfische zur Welt, statt Eier zu legen — eine gemischte Gruppe vermehrt sich also rasant. Behalten Sie diesen einen Faktor im Griff, und der Guppy ist ein hervorragender Anfängerfisch.
Becken & Wasser
Eine Gruppe fühlt sich ab 40 Litern wohl. Guppys sind klein, aber aktiv, und profitieren von bepflanzter Deckung — besonders wenn Jungfische im Becken sind.
- Temperatur: 22–28 °C, gehalten mit einem Heizer.
- Wasser: Sie bevorzugen hartes, alkalisches Wasser, pH 7,0–8,0; das meiste Leitungswasser passt gut.
- Filterung: Ein sanfter Filter hält das Wasser sauber; dämpfen Sie starke Strömung, denn lange Schleierflossen kämpfen gegen die Strömung an.
- Bepflanzung: Schwimmpflanzen und feinfiedrige Pflanzen geben Jungfischen Verstecke.
Fütterung
Guppys sind Allesfresser mit Hang zu kleinem Lebendfutter und etwas pflanzlicher Kost. Füttern Sie ein gutes Flocken- oder Mikrogranulat als Basis, dazu gefrorene oder lebende Daphnien, Artemia und Mückenlarven sowie gelegentlich ein Stück überbrühtes Gemüse oder Futter auf Algenbasis. Eine abwechslungsreiche Ernährung hält die Farben der Männchen leuchtend und unterstützt die Weibchen durch die wiederholten Trächtigkeiten. Füttern Sie ein- bis zweimal täglich kleine Mengen und vermeiden Sie Überfütterung — die häufigste Ursache für schlechte Wasserqualität in einem Guppybecken.
Beifische
Friedlich und nicht aggressiv passen Guppys in eine ruhige Gemeinschaft: Platys, Mollys, Endler-Guppys, Panzerwelse, kleine Bärblinge und Schnecken. Meiden Sie Flossenzupfer wie Zebrabärblinge und Sumatrabarben, die ihre wallenden Schwänze zerfetzen, sowie große oder aggressive Fische.
Farbenfroh, günstig und nachsichtig ist der Guppy ein klassischer erster Fisch für ein eingefahrenes Becken — unsere Empfehlungen zum Einsteiger-Aquarium helfen beim Start.
Guppy — Häufige Fragen
Werden sich meine Guppys vermehren, und wie gehe ich damit um?
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit. Guppys sind lebendgebärend und vermehren sich sehr bereitwillig — ein einziges trächtiges Weibchen kann alle paar Wochen Dutzende Jungfische produzieren. Um nicht überrannt zu werden, halten Sie nur ein Geschlecht, oder mehr Weibchen als Männchen, und lassen Sie Beifische und die Natur den Nachwuchs dezimieren — planen Sie die Population, bevor Sie kaufen.
Sollte ich mehr männliche oder weibliche Guppys halten?
Wenn Sie beide Geschlechter halten, rechnen Sie mit zwei bis drei Weibchen pro Männchen, damit kein einzelnes Weibchen ständig bedrängt wird. Die Männchen sind die farbenprächtigen Tiere, weshalb sich viele Halter für eine reine Männchengruppe entscheiden — Farbe ohne endlosen Nachwuchs.
Welches Wasser mögen Guppys?
Hartes, alkalisches Wasser passt am besten — pH 7,0–8,0 und mittlere bis hohe Härte. Sie sind robust und anpassungsfähig, aber sehr weiches, saures Wasser ist auf Dauer nicht ideal für sie.
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