Die kurze Antwort
PAR steht für Photosynthetisch Aktive Strahlung. Sie misst die nutzbare Lichtenergie, mit der Pflanzen tatsächlich Photosynthese betreiben können, im Bereich von etwa 400–700 nm. Für ein Pflanzenbecken ist sie ein weit besserer Anhaltspunkt als Watt oder Lumen, weil sie Ihnen sagt, wie viel des Lichts, das Ihre Pflanzen erreicht, sie wirklich nutzen können.
Warum PAR Watt und Lumen schlägt
Die alten Maße gehen für Pflanzen jeweils am Kern vorbei:
- Watt misst, wie viel Strom die Lampe zieht — nichts über das Licht, das sie erzeugt.
- Lumen misst die Helligkeit so, wie das menschliche Auge sie wahrnimmt, gewichtet zum Grün hin, wo Pflanzen am wenigsten empfindlich sind.
- PAR misst die tatsächliche Photonenenergie in den Wellenlängen, mit denen Pflanzen Photosynthese betreiben — genau das, worauf es ankommt.
Zwei Leuchten können dieselbe Wattzahl ziehen und dennoch völlig unterschiedliche PAR-Werte am Bodengrund liefern. Deshalb werden ernsthafte Pflanzenbeckenlampen in PAR angegeben, meist in einer bestimmten Tiefe unter der Lampe gemessen.
PAR nutzen, um eine Lampe zu wählen
Passen Sie PAR an die gewünschten Pflanzen an und daran, ob Sie CO2 fahren:
- Schwachlichtpflanzen (Moose, Anubias, Javafarn): moderater PAR-Wert genügt reichlich.
- Mittlere Pflanzen (viele Stängelpflanzen, Cryptocorynen): ein mittlerer PAR-Wert.
- Anspruchsvolle Bodendecker (Zwerg-Nadelsimse, HC): hoher PAR-Wert und fast immer passendes CO2.
Mehr Licht ist nicht automatisch besser — hoher PAR-Wert ohne passendes CO2 und passende Nährstoffe fördert nur Algen. Streben Sie genug PAR für Ihre Pflanzen an und halten Sie dann die Beleuchtungsdauer vernünftig. Viele moderne Leuchten sind dimmbar, sodass Sie den PAR-Wert herunterregeln können, wenn Algen auftreten.
Zur Auswahl einer Leuchte siehe unsere Anleitung beste Lampe für ein Pflanzenbecken und stöbern Sie in der Aquarienbeleuchtung. Verwandte Ausrüstungsantworten: wie viel Licht brauchen Pflanzen?, welche Lichtfarbe ist am besten? und verursachen LED-Lampen Algen? Hoher PAR-Wert geht oft mit CO2 einher — siehe CO2 für Einsteiger.