Die kurze Antwort
Es ist normal — keine Grausamkeit und kein Zeichen eines schlechten Fisches. Die meisten Fische haben keinen Instinkt, Nachwuchs zu schützen; für sie ist ein winziges Jungtier schlicht eine leichte Mahlzeit. Lebendgebärende wie Guppys fressen routinemäßig ihre eigenen Neugeborenen, und selbst aufmerksame Eltern wie Skalare fressen oft ihre ersten Gelege, bevor sie es lernen. Die Lösung ist nicht, die Natur des Fisches zu ändern — es ist, die Jungen zu trennen.
Warum Fische es tun
Fische entwickelten sich dazu, große Mengen an Nachwuchs zu produzieren, gerade weil die meisten gefressen werden. Ein Elternteil, das einige seiner eigenen Jungtiere frisst, verliert evolutionär nichts, wenn es Dutzende weitere produziert. Mehrere Dinge verschlimmern es:
- Kein Brutpflegeinstinkt bei den meisten Gesellschaftsfischen — Jungtiere sind einfach Futter.
- Stress oder Enge, was Eltern dazu bringt, ein Gelege zu fressen und es später erneut zu versuchen.
- Unerfahrenheit — erstmalige Skalar- und Buntbarscheltern fressen frühe Gelege häufig, während sie lernen. Siehe wie züchte ich Skalare.
Wie Sie die Jungen retten
Da Sie den Instinkt nicht wegtrainieren können, trennen Sie die beiden:
- Setzen Sie die Jungtiere in einen Ablaichkasten im Becken oder in ein separates Aufzuchtbecken.
- Fügen Sie dichte Deckung hinzu — Schwimmpflanzen und Moos lassen Jungtiere sich im Moment ihres Erscheinens verstecken.
- Bei Eierlegern setzen Sie die Eier um in einen Schlupfbehälter, bevor die Eltern an sie herankommen — siehe wie züchte ich Panzerwelse.
Beim nächsten Mal vorausplanen
Sobald Sie wissen, dass ein Fisch kurz vor dem Gebären oder Ablaichen steht, halten Sie den Schutz vor dem Ereignis bereit. Bei Lebendgebärenden achten Sie auf einen geschwollenen Bauch und Trächtigkeitsfleck — siehe wie erkenne ich, ob mein Fisch trächtig ist — und halten Sie Deckung oder einen Ablaichkasten bereit. Lesen Sie dann was mache ich mit Jungfischen und stöbern Sie in Aquarien nach einem Aufzuchtbecken.