Kirschgarnele vs. Amanogarnele
Die zwei beliebtesten Süßwassergarnelen — mit unterschiedlichen Aufgaben. Die Kirschgarnele ist eine farbenfrohe Koloniegarnele, die sich leicht vermehrt; die Amanogarnele ist das fleißigste Algen-Arbeitstier der Aquaristik. Hier erfahren Sie, welche zu Ihrem Becken passt.
Vom AquaristikTest-Redaktionsteam · So testen wir
Das schnelle Urteil
Wenn Sie Farbe und eine sich selbst erhaltende Kolonie möchten, die sich in Ihrem Becken vermehrt, wählen Sie die Kirschgarnele — robust, anfängerfreundlich und in leuchtendem Rot und Blau erhältlich. Wenn Sie das stärkste Algen-Putzkommando wollen, wählen Sie die Amanogarnele — größer, zäher und unermüdlich beim Abweiden. Viele Aquascaper halten beide.
| Kirschgarnele | Amanogarnele | |
|---|---|---|
| Pflegeanspruch | Anfänger | Einfach |
| Mindest-Beckengröße | 19 L | 38 L |
| Endgröße | 2,5–4 cm | 4–5 cm |
| Algenfressen | Gut (weiche Algen, Biofilm) | Exzellent (inkl. Haaralgen) |
| Farbe | Leuchtend rot / blau | Transparent grau-braun |
| Vermehrt sich im Süßwasser | Ja, bereitwillig | Nein (Larven brauchen Brackwasser) |
| Wasser | pH 6,5–7,5, 20–26 °C | pH 6,5–7,5, 18–27 °C |
| Am besten für | Farbe, Kolonien, Nano-Becken | Ernsthafte Algenkontrolle |
Farbe und Kolonien vs. Algenpower
Die Kirschgarnele ist der freundlichere Pflegling: Sie zeigt echte Farbe, toleriert eine große Bandbreite stabiler Wasserwerte und vermehrt sich so bereitwillig, dass aus einer Handvoll Tiere innerhalb weniger Monate eine Kolonie wird. Das macht sie ideal für ein reines Garnelenbecken oder einen friedlichen Nano-Scape. Die Amanogarnele ist größer, schlichter und kann sich im Süßwasser nicht vermehren, aber sie ist der beste Allround-Algenfresser des Hobbys — ein paar Tiere räumen Haaralgen ab, die Kirschgarnelen links liegen lassen. Sie verträgt außerdem einen etwas größeren Temperaturbereich.
Welche sollten Sie halten?
Unsere Empfehlung
Wählen Sie die Kirschgarnele, wenn Sie Farbe, einfache Vermehrung und eine Kolonie möchten, die sich in einem kleinen Becken selbst erhält. Wählen Sie die Amanogarnele, wenn Algenkontrolle Priorität hat und Sie mit einem schlichteren, sich nicht vermehrenden Putztrupp leben können. Lesen Sie den vollständigen Kirschgarnelen-Pflegeguide und den Amanogarnelen-Pflegeguide, oder erfahren Sie, wie Sie ein Garnelenbecken einrichten.
Häufige Fragen
Sind Kirschgarnelen oder Amanogarnelen besser gegen Algen?
Amanogarnelen sind die stärkeren Algenfresser — sie sind größer, weiden aktiver und packen auch zähere Faden- und Haaralgen an, die Kirschgarnelen oft ignorieren. Kirschgarnelen weiden zwar Biofilm und weiche Algen ab, aber ein kleiner Trupp Amanos räumt einen Algenausbruch schneller auf. Für reine Putzleistung gewinnen die Amanos; für Farbe und eine sich selbst erhaltende Kolonie die Kirschgarnelen.
Vermehren sich Amanogarnelen in meinem Becken wie Kirschgarnelen?
Nein. Kirschgarnelen (Neocaridina) vermehren sich problemlos in einem normalen Süßwasserbecken und bauen schnell eine Kolonie auf. Amanogarnelen (Caridina multidentata) entlassen Larven, die zum Überleben Brackwasser brauchen, und vermehren sich daher im Heimaquarium so gut wie nie — Sie behalten dieselben Tiere, statt eine Population wachsen zu sehen.
Kann ich Kirschgarnelen und Amanogarnelen zusammen halten?
Ja. Beide sind friedlich und haben ähnliche Wasseransprüche, sodass sie gut zusammenleben. Achten Sie nur auf die Fütterung: Die größeren, schnelleren Amanos können die winzigen Kirschgarnelen beim Futter verdrängen — verteilen Sie das Futter daher an mehreren Stellen, damit alle etwas abbekommen.
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