Riccia fluitans
Riccia fluitans
Pflegeaufwand: MittelPflege-Steckbrief vom AquaristikTest-Redaktionsteam · So testen wir
Überblick
Riccia fluitans (Teichlebermoos) ist ein hellgrünes Lebermoos, berühmt für sein Perlen — unter starkem Licht und CO2 überziehen sich die feinen, gegabelten Triebe mit glitzernden Sauerstoffblasen. Von Natur aus eine Schwimmpflanze, wurde sie durch Takashi Amano zur Ikone, der sie über Steine band und als leuchtenden Teppich kultivierte. Sie hat keine Wurzeln und wächst nie richtig fest, verlangt also etwas mehr Management als eine wurzelnde Pflanze — das rückt sie in den mittleren Schwierigkeitsbereich.
Einsetzen & Platzierung
Riccia wird nicht in den Bodengrund gepflanzt — sie hat keine Wurzeln. Für einen Teppich legen Sie eine dünne Schicht über Stein und fixieren sie unter feinem Netz oder einem Haarnetz, damit sie nicht auftreibt, wie in unserem Ratgeber Aquarienpflanzen richtig einsetzen beschrieben. Lose gelassen bietet sie hervorragende Oberflächendeckung für Jungfische und Kampffisch-Becken. Zur Teppichtechnik siehe unser Ratgeber einen Teppich im Pflanzenaquarium ziehen.
Licht, CO2 & Dünger
Als Teppich ist Riccia eine High-Tech-Pflanze. Geben Sie ihr mittleres bis starkes Licht für dichten Wuchs und Perlen und düngen Sie CO2 ein, damit das Polster kompakt und niedrig bleibt — siehe unser Ratgeber beste Beleuchtung für ein Pflanzenaquarium. Ein vollständiger flüssiger Wassersäulendünger versorgt ihr schnelles Wachstum. Ohne starkes Licht und CO2 wächst sie locker und auftriebsstark statt teppichflach.
Vermehrung & Probleme
Riccia vermehrt sich durch Teilung — sie teilt sich einfach und vervielfältigt sich, und jedes Fragment wächst weiter. Schneiden Sie den Teppich häufig, damit er dünn bleibt und die unteren Schichten nicht braun werden, sich lösen und auftreiben; die Schnittreste eignen sich für neue Flächen. Die Hauptprobleme sind das Auftreiben (fixieren und schneiden) und eine faulende, auftriebsstarke Basis bei überwuchertem Polster. Schwimmende Riccia ist deutlich pflegeleichter und dient zugleich als wertvolle Deckung und Weidefläche für Garnelen und Jungfische — viele Aquarianer nutzen sie lieber so, statt gegen den Teppich zu kämpfen. Welchen Weg Sie auch wählen: Halten Sie die Strömung im Polster in Bewegung, damit sich kein Mulm absetzt. Sie macht mehr Arbeit als ein wurzelnder Teppich, aber kaum eine Pflanze erreicht den funkelnden, sauerstoffbeperlten Look gepflegter Riccia unter starkem Licht.
Riccia fluitans — Häufige Fragen
Schwimmt Riccia oder kann sie ein Teppich sein?
Beides. Riccia ist von Natur aus ein schwimmendes Lebermoos, aber Aquascaper binden sie auf Steine oder unter Netz, um sie als hellen, perlenden Teppich zu ziehen. Lose gelassen treibt sie einfach als Deckung an der Oberfläche.
Warum treibt meine Riccia immer wieder auf?
Riccia hat keine Wurzeln und wächst nie richtig fest — aufgebundene Riccia hebt sich beim Wachsen ab und fängt Sauerstoffblasen ein. Fixieren Sie sie unter feinem Netz oder Haarnetz und schneiden Sie regelmäßig, damit das Polster dünn und dicht bleibt statt auftriebsstark.
Braucht Riccia CO2?
Für einen kompakten, perlenden Teppich ja — viel Licht plus CO2 hält sie dicht und niedrig. Schwimmende Riccia wächst auch ohne CO2, aber der aufgebundene Teppich-Look hängt wirklich daran.
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