Prachtregenbogenfisch
Iriatherina werneri
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Überblick
Der Prachtregenbogenfisch (Iriatherina werneri) ist einer der spektakulärsten Nano-Fische im Hobby. Die Männchen tragen extravagante, fadenförmige Verlängerungen an ihren Flossen, die sie in ständigen, fahnenschwenkenden Imponiergesten auffächern. Es ist eine kleine, zarte Art, und ihre Schönheit hat den Preis der Geduld — dieser Fisch belohnt sorgfältige Halter und bestraft eilige. Machen Sie es richtig, und ein Schwarm imponierender Männchen ist unvergesslich.
Becken & Wasser
Eine Gruppe braucht mindestens 60 Liter, eher lang als hoch, in einem gut eingefahrenen Becken.
- Eingefahrenes, stabiles Wasser: Setzen Sie Prachtregenbogenfische niemals in ein neues Becken. Fahren Sie das Aquarium erst ein und lassen Sie es reifen — sie vertragen weder Ammoniak noch Schwankungen.
- Sehr sanfte Strömung: Ihre wehenden Flossen mögen keine Strömung. Drosseln Sie den Filter stark oder nutzen Sie einen Schwammfilter.
- Wärme: Halten Sie 23–28 °C mit einem zuverlässigen Heizer.
- Dichte Bepflanzung: Feinfiedrige und Schwimmpflanzen geben Sicherheit, fördern das Imponierverhalten und bieten Jungfischen Verstecke.
- Wasser: Weiches bis mittelhartes, neutrales Wasser um pH 6,5–7,5 sagt ihnen zu; meiden Sie Extreme und halten Sie die Werte felsenfest stabil.
Fütterung
Als Mikroräuber mit sehr kleinem Maul braucht der Prachtregenbogenfisch feinstes Futter, geduldig gereicht. Zerriebene Mikroflocken, Mikropellets aus dem Fischfutter-Sortiment und vor allem kleines Lebend- und Frostfutter — Cyclops, Artemia-Nauplien, Daphnien und Grindalwürmer. Füttern Sie wenig und oft, damit langsame Fresser ihren Anteil bekommen.
Beifische
Nur die ruhigsten Begleiter: Zwergpanzerwelse, kleine Bärblinge, Otocinclus, Pseudomugil-Blauaugen und Garnelen. Absolut keine Flossenzupfer, keine schnellen gierigen Fresser, keine Kampffische. Halten Sie Prachtregenbogenfische in einer Gruppe von acht oder mehr, idealerweise mit mehreren Männchen, damit sie einander imponieren statt zu schmollen.
Für eine friedliche Nano-Gemeinschaft rund um sie herum finden Sie sanfte Besatzideen in unserer Antwort zu den besten Bodenbewohnern.
Häufige Fehler vermeiden
- Einsetzen in ein neues oder instabiles Becken
- Starke Filterströmung, die die Flossen beschädigt
- Schnelle oder zupfende Beifische, die sie verdrängen oder verletzen
- Futter, das für ihre winzigen Mäuler zu groß ist
Prachtregenbogenfisch — Häufige Fragen
Warum klemmen meine Prachtregenbogenfische ständig die Flossen?
Meist ist es Stress durch stürmische Beifische, starke Strömung oder instabiles Wasser. Die Männchen spreizen ihre spektakulären Fadenflossen nur, wenn sie sich unter Artgenossen sicher fühlen und Rivalen zum Imponieren haben. Bieten Sie ihnen ein ruhiges Becken, sanfte Strömung und eine große Gruppe.
Sind Prachtregenbogenfische für Anfänger geeignet?
Sie eignen sich am besten für Halter mit etwas Erfahrung. Es sind zarte, langsame Fresser, die sich beim Futter kaum durchsetzen können, sehr feines Futter brauchen und auf eingefahrenes, stabiles Wasser angewiesen sind. Im falschen Becken magern sie schlicht ab.
Können Prachtregenbogenfische mit Kampffischen oder schnellen Fischen zusammenleben?
Nein. Sie dürfen niemals mit Flossenzupfern oder schnellen, gierigen Fressern vergesellschaftet werden. Ihre langen Flossen sind Angriffsziele, und beim Futter werden sie mühelos verdrängt. Halten Sie sie nur mit ebenso friedlichen, langsamen, kleinen Fischen.
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