Die kurze Antwort
Nur in einer großen, bepflanzten Weibchengruppe – und selbst dann bleibt es riskant. Zwei weibliche Kampffische allein enden fast immer damit, dass eines das andere drangsaliert. Eine Weibchengruppe aus fünf oder mehr Weibchen in einem großen, dicht bepflanzten Becken kann funktionieren, weil sich die Aggression über die Gruppe verteilt, statt sich auf ein einzelnes Tier zu richten. Doch solche Gruppen sind unberechenbar: Sie können monatelang friedlich wirken und dann über Nacht zusammenbrechen. Das ist ein fortgeschrittenes Hochrisiko-Setup, keine Kombination für Anfänger.
Warum zwei allein nicht funktioniert
Weibliche Kampffische sind territorial und bilden eine Rangordnung. Bei nur zwei Tieren hat das dominante ein einziges Ziel und drangsaliert es unaufhörlich, ohne dass sich die Aggression verdünnen ließe. Der schwächere Fisch hat keine Möglichkeit zu entkommen, sodass häufig Stress, zerfetzte Flossen und Tod folgen. Die Anzahl ist es, die eine Weibchengruppe funktionieren lässt – nie weniger als fünf.
Wenn Sie eine Weibchengruppe versuchen möchten
- Nutzen Sie ein großes Becken, 75 Liter oder mehr, dicht bepflanzt mit unterbrochenen Sichtlinien.
- Halten Sie fünf oder mehr Weibchen, damit kein einzelnes Tier zur Zielscheibe wird.
- Setzen Sie sie alle gleichzeitig ein, idealerweise jung, damit noch niemand ein Revier beansprucht hat.
- Bieten Sie überall Höhlen, Pflanzen und Verstecke.
- Beobachten Sie täglich und halten Sie ein Ersatzbecken bereit, um einen Tyrannen oder ein Opfer herauszunehmen.
Der einfachere Weg
Die meisten Halter erzielen deutlich bessere Ergebnisse, wenn sie einen Kampffisch pro Becken halten. Ein einzelnes Weibchen ist allein mit einer friedlichen Putztruppe glücklich, und Sie ersparen sich das ganze Glücksspiel. Sehen Sie unseren Ratgeber bestes Kampffisch-Becken und wie man ein Kampffisch-Becken einrichtet, lesen Sie das Pflegeblatt zum Kampffisch, und beachten Sie, dass zwei männliche Fadenfische ähnliche Revierprobleme haben.