Shubunkin
Carassius auratus
Pflegeaufwand: MittelPflege-Steckbrief vom AquaristikTest-Redaktionsteam · So testen wir
Überblick
Der Shubunkin (Carassius auratus) ist der begehrte Kaliko-Goldfisch mit Einzelschwanz, berühmt für seine gesprenkelten „perlmuttartigen“ Schuppen in Blau, Schwarz, Rot, Orange und Weiß. Unter dieser schönen Zeichnung steckt ein zäher, schneller Kaltwasserfisch, der 25–30 cm+ groß wird und 15–20+ Jahre lebt — genauso platzhungrig wie ein gewöhnlicher Goldfisch oder Komet. Die Blautöne sind besonders geschätzt und zeigen sich am besten in einem Teich mit Blick von oben.
Becken & Wasser
Ein einzelner Shubunkin braucht mindestens 150 Liter und ist in Wahrheit ein Teichfisch. Das Wesentliche:
- Kein Heizer: Shubunkins sind Kaltwasserfische — halten Sie stabile 18–22 °C und lassen Sie sie kühlere Außentemperaturen tolerieren.
- Starke Filterung: Sie sind stoffwechselstarke Fische, filtern Sie also überdimensioniert mit einem leistungsfähigen Außenfilter.
- Raum und Stabilität: Ein großes Aquarium oder ein Teich hält die Wasserqualität stabil und lässt sie schwimmen.
Fütterung
Shubunkins sind Allesfresser. Füttern Sie ein hochwertiges sinkendes Goldfischfutter, ergänzt mit Gemüse wie blanchierten Erbsen und Blattgrün sowie gelegentlichem Lebend- oder Frostfutter. Geben Sie kleine Portionen ein- bis zweimal täglich und entfernen Sie Reste — Überfütterung verschmutzt das Wasser dieser gefräßigen Fische schnell. Bleiben Sie bei Pflege und Wassertests am Ball.
Beifische
Halten Sie Shubunkins mit anderen schnellen einschwänzigen Goldfischen — Kometen und gewöhnliche Goldfische sind ideale Begleiter. Ihr Tempo und ihre Fressgier stressen und verdrängen langsame Schleierschwanzformen, halten Sie die beiden Gruppen also getrennt. Für tropische Gesellschaftsfische sind sie ungeeignet — diese leben zu warm und werden bei der Fütterung zu leicht überrannt. Eine gemischte Gruppe einschwänziger Goldfische im Teich ist das Ideal — planen Sie die Anzahl mit wie viele Fische in ein Aquarium passen.
Es gibt zwei Hauptformen: den Standard-London-Shubunkin mit kurzer, abgerundeter Schwanzflosse und den Bristol-Shubunkin, geschätzt für seine große, herzförmige Schwanzflosse. Beide brauchen identische Pflege — ein großes, kühles, gut gefiltertes Zuhause — und beide entwickeln ihr schönstes Blau erst nach mehreren Jahren guter Haltung. Geduld und Platz zahlen sich also direkt in der Schönheit Ihrer Fische aus.
Shubunkin — Häufige Fragen
Wie groß werden Shubunkins?
Shubunkins sind einschwänzige Goldfische, die 25–30 cm oder mehr erreichen — genauso groß wie gewöhnliche Goldfische und Kometen. Es sind Fische im Teichformat — siehe wie groß Goldfische werden —, planen Sie also von Anfang an für die volle Endgröße.
Brauchen Shubunkins einen Heizer?
Nein. Shubunkins sind Kaltwasserfische, die 18–22 °C bevorzugen und im Teich problemlos überwintern. Ein Heizer ist unnötig, und warmes Wasser verkürzt ihre Lebenserwartung; was sie brauchen, ist stabiles, kühles Wasser mit starker Filterung.
Was ist das Besondere am Shubunkin?
Seine Kaliko-Färbung — eine perlmuttartige Mischung aus blauen, schwarzen, orangen, roten und weißen Sprenkeln auf einem schimmernden Körper. In jeder anderen Hinsicht ist ein Shubunkin ein robuster, schneller einschwänziger Goldfisch, der dieselbe teichgerechte Pflege braucht wie ein Komet.
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