Glaswels
Kryptopterus vitreolus
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Überblick
Der Glaswels (Kryptopterus vitreolus) ist eine der echten Kuriositäten der Aquaristik — ein wirklich durchsichtiger Fisch, dessen Wirbelsäule und schimmernde innere Organe durch den klaren Körper sichtbar sind. Friedlich und empfindlich steht er in lockeren Schwärmen im mittleren Wasser und schwebt leicht kopfaufwärts geneigt. Er gilt als schwieriger Fisch, doch fast alle Verluste gehen auf zwei vermeidbare Fehler zurück: ein instabiles Becken und eine zu kleine Gruppe. Machen Sie beides richtig, und er ist eine langlebige, hypnotisierende Art.
Becken & Wasser
Ein richtiger Schwarm braucht mindestens 110 Liter mit freiem Schwimmraum im mittleren Wasser.
- Stabilität über alles: Glaswelse vertragen weder Ammoniak, Nitrit noch große Schwankungen. Setzen Sie sie nur in ein vollständig eingefahrenes, lange etabliertes Becken.
- Etwas Strömung: Sie stammen aus fließenden Gewässern und schätzen sanfte bis mäßige Strömung und Sauerstoff aus dem Filter.
- Wärme: 23–27 °C, konstant gehalten mit einem zuverlässigen Heizer.
- Bepflanzung und Schatten: dichte Bepflanzung und etwas Deckung geben diesem scheuen Fisch die Sicherheit, sich zum Fressen hervorzuwagen.
Fütterung
Als Mikroräuber frisst der Glaswels im mittleren Wasser und ignoriert oft Futter, das an ihm vorbeisinkt. Bieten Sie kleines schwimmendes und langsam sinkendes Futter — Mikropellets und Flocken aus dem Fischfutter-Sortiment — und vor allem reichlich kleines Lebend- und Frostfutter wie Daphnien, Cyclops, Mückenlarven und Artemia-Nauplien, das sie gierig nehmen. Achten Sie darauf, dass sie tatsächlich ihren Anteil bekommen.
Vergesellschaftung
Nur sanfte, friedliche Begleiter: kleine Bärblinge und Salmler, Otocinclus, Panzerwelse, kleine friedliche Fadenfische und Garnelen. Vermeiden Sie ruppige, schnelle oder zwickende Fische, die diesen scheuen Schwarmfisch vom Futter wegstressen. Halten Sie einen Schwarm ab sechs Tieren, damit sie sich sicher fühlen.
Für eine ruhige Gemeinschaft um sie herum stöbern Sie in unserer Antwort zu den besten Gesellschaftsfischen für Einsteiger.
Häufige Fehler vermeiden
- Einsetzen in ein neues oder instabiles Becken
- Zu wenige Tiere — die Gruppe ist essenziell
- Ruppige Mitbewohner, die sie stressen
- Futter, das ungefressen an ihnen vorbeisinkt
Glaswels — Häufige Fragen
Warum sterben Glaswelse so leicht?
Fast immer, weil sie in ein unreifes oder instabiles Becken gesetzt oder in einer zu kleinen Gruppe gehalten wurden. Glaswelse reagieren empfindlich auf schlechte und schwankende Wasserqualität sowie auf Stress. Setzen Sie sie nur in ein eingefahrenes, stabiles Becken, im Schwarm ab sechs Tieren — dann können sie jahrelang leben.
Wie viele Glaswelse sollte ich halten?
Mindestens sechs, gern mehr. Es sind echte Schwarmfische, die im mittleren Wasser zusammenstehen. Allein oder zu zweit und dritt gehalten, werden sie gestresst, stellen das Fressen ein und magern ab — die Gruppe ist nicht optional.
Sind Glaswelse wirklich durchsichtig?
Ja. Ihre Körper sind tatsächlich transparent — Wirbelsäule und innere Organe sind sichtbar. Ein trübes oder milchiges Aussehen ist ein Warnzeichen für Stress oder Krankheit — gesunde Glaswelse sind klar.
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