Fächergarnele
Atyopsis moluccensis
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Überblick
Fächergarnelen (Atyopsis moluccensis), auch Holz- oder Fächerhandgarnelen genannt, sind große, friedliche Filtrierer, die in der Strömung sitzen und mit federartigen, fächerförmigen Vorderbeinen Futter aus dem Wasser kämmen. Einer beim Fächeln zuzusehen ist faszinierend — doch sie sind keine Garnelen zum Vergessen. Ihr größter Feind ist das langsame Verhungern, weshalb sie ein eingefahrenes Becken, echte Strömung und gezielte Fütterung brauchen. Sie häuten sich außerdem regelmäßig und verstecken sich danach ein bis zwei Tage, während der neue Panzer aushärtet — das ist normal und kein Grund zur Sorge, solange sie danach wieder in der Strömung fächeln.
Becken & Wasser
Ein etabliertes Becken ab 75 Litern passt zu ihnen, denn sie brauchen Volumen, Strömung und reifen Biofilm:
- Gute Wasserströmung — platzieren Sie sie nahe einem Filterauslass oder einer Strömungspumpe, damit Futter an ihren Fächern vorbeitreibt.
- Ein eingefahrenes Becken — ein etabliertes System trägt das schwebende Mikrofutter, das sie filtrieren; setzen Sie sie nicht in ein neues Setup.
- Stabiles, eingefahrenes Wasser — vollständig einfahren; niemals Kupfer.
- Ein Sitzplatz — Wurzelholz oder Stein in der Strömung gibt ihnen einen Lieblingsplatz zum Fächeln.
Fütterung
Fächergarnelen sind Filtrierer, keine Weidegänger. Sie brauchen schwebende Partikel: Dosieren Sie pulverisiertes oder zerriebenes Garnelen-/Fischfutter in die Strömung oder wirbeln Sie den Bodengrund in ihrer Nähe sanft auf, um Mulm in die Strömung zu heben. Füttern Sie mehrmals pro Woche gezielt. Eine Garnele, die aktiv in der Strömung fächelt, frisst gut; eine, die am Boden sucht, nicht. Füttern Sie nach dem Abdunkeln des Lichts, wenn die Konkurrenz durch Fische am geringsten ist — so kann sich das Futter in der Strömung verteilen und die Fächer der Garnele erreichen, bevor schnellere Mitbewohner alles wegschnappen.
Beifische & Zucht
Fächergarnelen sind vollkommen friedlich und mit bis zu 8 cm mit den meisten Gesellschaftsfischen sicher zu halten — meiden Sie nur große oder aggressive Arten und alles, was ihnen das Schwebefutter streitig macht. Die Nachzucht zu Hause ist praktisch unmöglich, weil ihre Larven Brackwasser brauchen. Halten Sie sie wegen des Verhaltens, nicht zur Vermehrung.
Vergleichen Sie die Ansprüche der Monsterfächergarnele und lesen Sie das beste Garnelenbecken.
Fächergarnele — Häufige Fragen
Warum sterben Fächergarnelen oft langsam?
Die übliche Ursache ist Verhungern. Fächergarnelen filtrieren Futter mit ihren Fächern aus der Strömung — in einem zu sauberen Becken oder bei zu wenig Strömung schwebt schlicht nicht genug Futter im Wasser. Viele magern über Wochen langsam ab. Sie brauchen ein eingefahrenes Becken, gute Strömung und regelmäßig dosiertes Staubfutter.
Ist es ein schlechtes Zeichen, wenn eine Fächergarnele am Bodengrund gründelt?
Ja — eine gesunde Fächergarnele sitzt in der Strömung und fächelt mit ihren federartigen Vorderbeinen. Krabbelt eine über den Bodengrund und kratzt mit den Fächern nach Futter, bekommt sie aus der Wassersäule meist nicht genug und hungert. Erhöhen Sie die Strömung und füttern Sie gezielt Staubfutter.
Vermehren sich Fächergarnelen im Aquarium?
Zu Hause praktisch nie. Ihre Larven brauchen Brack- oder Salzwasser für die Entwicklung, daher entsteht — wie bei Amanogarnelen — im Süßwasserbecken keine sich selbst erhaltende Kolonie. Halten Sie sie wegen ihres faszinierenden Filtrierverhaltens, nicht zur Zucht.
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