Blasenauge (Goldfisch)
Carassius auratus
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Überblick
Das Blasenauge (Carassius auratus) gehört zu den extremsten und empfindlichsten aller Goldfisch-Zuchtformen: ein rückenflossenloser Fisch mit zwei großen, flüssigkeitsgefüllten Säcken unter den Augen, die beim Schwimmen wackeln. Es erreicht 13–18 cm und lebt 10–15 Jahre. Diese Säcke sind fragil, reißen leicht auf und können die Sicht beeinträchtigen — das Blasenauge ist daher ein langsamer, verletzlicher Fisch, der ein gefahrenfreies Becken und geduldige, erfahrene Pflege verlangt.
Becken & Wasser
Geben Sie einem Blasenauge 75 Liter, plus etwa 40 Liter je weiterem Fisch. Prioritäten:
- Kein Heizer, stabile Wärme: Blasenaugen sind Kaltwasserfische, die als empfindliche Zuchtform gleichmäßige 18–23 °C bevorzugen.
- Absolut glatte Dekoration: keine scharfkantigen Steine, Plastikpflanzen oder Ornamente — alles kann einen Sack aufreißen.
- Sanfte Strömung, gesicherte Ansaugungen: drosseln Sie den Auslauf des Außenfilters und decken Sie Ansaugöffnungen mit Schwamm ab, damit keine Säcke eingesaugt werden.
Fütterung
Blasenaugen sind Allesfresser, deren schlechte Sicht und Langsamkeit das Füttern erschweren. Verwenden Sie ein hochwertiges sinkendes Goldfischfutter, das sie am Boden finden können, geben Sie ihnen viel Zeit und ergänzen Sie blanchierte Erbsen und weiches Gemüse. Sinkfutter reduziert außerdem das Luftschnappen, das bei diesen rückenflossenlosen Fischen Schwimmblasenprobleme verursacht. Füttern Sie kleine Portionen ein- bis zweimal täglich und halten Sie das Wasser mit regelmäßiger Pflege makellos.
Vergesellschaftung
Halten Sie Blasenaugen nur mit den langsamsten, sanftesten Goldfisch-Zuchtformen — Himmelsguckern, Ranchus, Löwenköpfen und anderen ruhigen rückenflossenlosen Typen. Mischen Sie sie nie mit schnelleren Zuchtformen, einschwänzigen Goldfischen wie Kometenschweifen oder flossenzupfenden Arten — all diese schwimmen ihnen davon und gefährden ihre Säcke. Tropische Gesellschaftsfische sind sie nicht. Ideal ist eine kleine Gruppe gleichermaßen empfindlicher Zuchtformen — planen Sie die Besatzzahl mit wie viele Fische in ein Aquarium passen.
Aus all diesen Gründen ist das Blasenauge ehrlicherweise ein Fisch für geduldige, erfahrene Halter statt ein erster Goldfisch. Reißt ein Sack doch einmal, schrumpft er oft und wächst teilweise nach, aber der Fisch ist dann infektionsanfällig und braucht makelloses Wasser zum Heilen. Allein oder mit ebenso sanften Gefährten in einem weichen, gefahrenfreien Becken gehalten, ist das Blasenauge jedoch ein wirklich charmantes, ungewöhnliches Tier, dem sich viele Halter mit Hingabe widmen.
Blasenauge (Goldfisch) — Häufige Fragen
Wie groß werden Blasenaugen-Goldfische?
Blasenaugen erreichen als kleine, rückenflossenlose Zuchtform etwa 13–18 cm. Sie bleiben dennoch Fische mit hoher Abfalllast, die ein großes, sanft gefiltertes Becken brauchen — siehe wie groß Goldfische werden.
Brauchen Blasenaugen-Goldfische einen Heizer?
Nein. Blasenaugen sind Kaltwasserfische, bevorzugen als eine der empfindlichsten Zuchtformen aber stabiles, leicht wärmeres Wasser um 18–23 °C. In den meisten Wohnungen ist kein Heizer nötig — siehe brauchen Goldfische einen Heizer.
Kann der Augensack eines Blasenauges platzen?
Ja. Die flüssigkeitsgefüllten Augensäcke sind fragil, können an scharfkantiger Dekoration aufreißen oder in starke Filteransaugungen geraten. Entfernen Sie alle scharfen Gegenstände, sichern Sie Ansaugöffnungen ab und halten Sie die Strömung sanft. Ein geplatzter Sack kann heilen, sich aber auch entzünden.
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