1. Becken und Standort wählen
Wählen Sie das größte Becken, das Platz und Budget erlauben — größere Volumen sind stabiler und verzeihen Einsteigerfehler eher. Stellen Sie es auf ein Möbelstück, das für das Gewicht ausgelegt ist (Wasser wiegt 1 kg pro Liter, ein 100-L-Becken plus Bodengrund kommt also auf weit über 120 kg), fern von direktem Sonnenlicht und Zugluft und in Steckdosennähe. Einmal befüllt, lässt es sich nicht mehr verschieben — entscheiden Sie also sorgfältig. Stöbern Sie in unserem Aquarien-Hub.
2. Bodengrund spülen und einbringen
Spülen Sie Kies oder Sand, bis das Wasser klar abläuft (Soils sind die Ausnahme — diese niemals spülen). Bringen Sie eine ansteigende Schicht ein, hinten tiefer, für Tiefenwirkung und leichtes Bepflanzen. Für ein Pflanzenbecken nährt ein aktiver Soil die Wurzeln und puffert den pH-Wert; für ein reines Fisch- oder Garnelenbecken ist inerter Sand oder feiner Kies günstiger und leichter sauber zu halten. Unser Bodengrund-Ratgeber und der Überblick zum besten Pflanzen-Bodengrund behandeln die Wahl im Detail.
3. Hardscape einbringen
Positionieren Sie Steine und Wurzeln, bevor Sie Wasser einfüllen — im trockenen Becken ist das viel einfacher. Bauen Sie Ihr Layout um einen Blickpunkt auf, statt die Stücke gleichmäßig zu verteilen; ungerade Zahlen und eine klar "schwere" Seite wirken meist natürlich. Wässern Sie Wurzelholz vorher oder beschweren Sie es, denn frisches Holz schwimmt auf und kann Gerbstoffe abgeben, die das Wasser färben.
4. Filter und Heizer einbauen
- Filter: Zielen Sie auf grob das 4-fache Ihres Beckenvolumens an Umwälzung pro Stunde — ein 100-L-Becken will etwa 400 L/h. Runden Sie lieber auf als ab. Siehe unser Filter-Hub und unsere Empfehlung zum besten Außenfilter.
- Heizer: Kalkulieren Sie etwa 1 Watt pro Liter in einem beheizten Raum, etwas mehr in einem kalten. Platzieren Sie ihn nahe der Filterströmung, damit erwärmtes Wasser gleichmäßig zirkuliert. Siehe der Heizer-Hub.
- Beleuchtung: Eine Zeitschaltuhr mit 6–8 Stunden Beleuchtungsdauer hält Pflanzen glücklich und Algen in Schach. Siehe Beleuchtung.
5. Mit Wasser befüllen
Gießen Sie auf einen Teller oder eine auf dem Bodengrund liegende Tüte, damit Sie keinen Krater hineinspülen. Befüllen Sie mit aufbereitetem Wasser oder geben Sie beim Befüllen einen Wasseraufbereiter hinzu, um Chlor und Chloramin aus dem Leitungswasser zu neutralisieren. Schalten Sie den Heizer erst ein, wenn er vollständig untergetaucht ist, und entlüften Sie den Filter, bevor Sie ihn starten.
6. Bepflanzen
Pflanzen Sie jetzt, solange das Wasser klar ist und Sie sehen, was Sie tun. Beginnen Sie mit robusten, verzeihenden Arten — Javafarn, Anubias, Cryptocoryne und Stängelpflanzen —, die ein neues Becken tolerieren. Wurzelzehrer kommen in den Bodengrund; Javafarn und Anubias werden auf Hardscape befestigt und dürfen nicht eingegraben werden. Unser Ratgeber Aquascaping für Einsteiger erklärt die Pflanztechnik.
7. Vor dem Fischbesatz einfahren
Die Technik läuft, aber das Becken ist noch nicht bereit für Leben. Jetzt müssen nützliche Bakterien heranwachsen, die Fischausscheidungen abbauen — der Stickstoffkreislauf. Lassen Sie einen fischlosen Zyklus über einige Wochen laufen und testen Sie mit einem Tröpfchentest, bis Ammoniak und Nitrit auf null stehen. Erst dann, nach einem Wasserwechsel, setzen Sie Ihre ersten Fische schrittweise ein. Geduld an dieser Stelle trennt das gedeihende Becken vom stressigen.