Die kurze Antwort
Goldfische sind echte Kaltwasserfische und vertragen niedrige Temperaturen weit besser als Tropenfische. Ein gesunder einschwänziger Goldfisch verkraftet Wasser von nahe dem Gefrierpunkt bis in die niedrigen 20er °C und wird träge, wenn es sich dem unteren Ende dieses Bereichs nähert. Die eigentliche Gefahr ist nicht die Kälte selbst — es ist eine plötzliche Schwankung. Ein schneller Temperatursturz schockt den Fisch, während er sich an eine langsame saisonale Abkühlung anpassen kann. Zuchtformen sind die Ausnahme: Sie sind merklich weniger kältehart.
Der angenehme Bereich
Für die alltägliche Haltung fühlen sich Goldfische bei etwa 18–22 °C am wohlsten. Sie leben gerne kühler, und in einem Teich werden sie langsamer und stellen das Fressen ein, wenn das Wasser unter etwa 10 °C fällt. Richtung Gefrierpunkt werden sie träge, ruhen nahe dem Boden, wo das Wasser am wärmsten ist, und fressen kaum. Sofern der Wechsel allmählich verläuft und der Fisch gesund ist, ist das normales Überwinterungsverhalten robuster Einschwänziger, und sie leben wieder auf, wenn sich das Wasser im Frühjahr erwärmt.
Einschwänzige vs. Zuchtformen
- Einschwänzige (gewöhnlich, Komet, Shubunkin): zäh und kältehart, gut geeignet für unbeheizte Becken und Teiche.
- Zuchtformen (Schleierschwanz, Oranda, Ryukin): Ihre kompakten Körper machen sie kälteempfindlicher, und viele Halter holen sie nach drinnen oder ergänzen im Winter sanfte Wärme — siehe brauchen Zuchtform-Goldfische einen Heizer?
Kälteschock vermeiden
Die Fehler, die Goldfischen schaden, sind schnelle Stürze — ein großer Wasserwechsel mit kaltem, nicht angeglichenem Wasser oder ein Heizerausfall. Gleichen Sie Ersatzwasser stets temperaturmäßig an, vermeiden Sie das Einfüllen kalten Wassers, und lassen Sie saisonale Veränderungen langsam geschehen. Wenn Sie Goldfische in einer unbeheizten Einrichtung halten, lesen Sie wie man ein Kaltwasseraquarium einrichtet. Zur Teichhaltung siehe können Goldfische in einem Teich leben?