Die kurze Antwort
Nein — verwenden Sie keine gewöhnliche Gartenerde oder Blumenerde im Aquarium. Beide sind für Töpfe und Beete gemacht, nicht für abgeschlossene Unterwasser-Ökosysteme. Sie enthalten typischerweise zugesetzte Dünger, Pestizide, Netzmittel und organisches Material, die zu Ammoniak und anderen Schadstoffen zerfallen, Algenblüten auslösen und Fische vergiften. Wenn Sie einen erdigen Bodengrund wollen, verwenden Sie stattdessen ein richtiges Aquasoil.
Warum Gartenerde ein Problem ist
Unter Wasser werden die Bestandteile, die Gartenprodukte im Freien gut für Pflanzen machen, zu Gefahren:
- Dünger — löst sich direkt ins freie Wasser, treibt Nitrat und Phosphat hoch und füttert Algen.
- Pestizide und Herbizide — können für Fische, Garnelen und Schnecken giftig sein.
- Organisches Material und Mist — zersetzen sich im Bodengrund, setzen Ammoniak frei und belasten das Wasser.
- Netzmittel — der Blumenerde zugesetzte Tenside sind nicht dafür gedacht, in einem Aquarium zu sitzen.
Nichts davon ist so dosiert oder kontrolliert, wie ein Aquarium es braucht.
Sicherere Alternativen
- Aquasoil — ein speziell gefertigter, nährstoffreicher Bodengrund, der den pH-Wert leicht abpuffert und Pflanzen wunderbar wachsen lässt. Der einfachste, sicherste Weg. Stöbern Sie im Bodengrund-Hub.
- Dirted Tank (fortgeschritten) — eine dünne Schicht reiner, zusatzfreier mineralischer Mutterboden, abgedeckt mit Kies oder Sand. Das kann funktionieren, aber nur mit sorgfältiger Beschaffung, Mineralisierung und einem fischlosen Start, um das anfängliche Ammoniak auszusitzen. Recherchieren Sie es gründlich, bevor Sie es versuchen.
- Inerter Kies oder Sand plus Wurzeldünger — gar keine Erde; Sie versorgen die Pflanzen mit Dünger und Wurzeltabs aus dem Dünger-Hub.
Das Fazit
Gartenerde gehört in den Garten. Für ein Pflanzenaquarium greifen Sie zu Aquasoil oder gehen den Dirted-Weg nur mit echter Vorsicht. Um Pflanzen richtig einzusetzen, siehe wie man Aquarienpflanzen einpflanzt und Aquascaping für Einsteiger.