Die kurze Antwort
Cyanobakterien sind der Organismus hinter dem, was die meisten Aquarianer Blaualgen nennen — ein schleimiger, blaugrüner bis dunkler Belag, der Bodengrund, Pflanzen und Glas überzieht und muffig oder modrig riecht. Entscheidend zu verstehen ist, dass sie keine echte Alge sind: es ist ein photosynthetisches Bakterium. Diese eine Tatsache erklärt fast alles darüber, wie sie sich verhalten und wie Sie sie loswerden.
Warum es keine echte Alge ist
Cyanobakterien sind uralte Bakterien, die wie Pflanzen Photosynthese betreiben, weshalb sie pflanzenartig und grün aussehen. Aber weil sie Bakterien und keine Algen sind:
- Algenfresser fressen sie nicht — Garnelen, Schnecken und algenfressende Fische lassen sie in Ruhe, sodass Sie sich nicht aus einem Ausbruch heraus besetzen können.
- Sie bildet schleimige Schichten statt Fäden oder Punkte und lässt sich in glitschigen Matten abziehen.
- Sie hat einen charakteristischen Geruch — einen muffigen, erdigen, modrigen Geruch, den gewöhnliche Algen nicht erzeugen.
Warum sie auftreten
Cyanobakterien fassen Fuß, wenn die Beckenbedingungen ihnen zusagen: geringe Wasserströmung und stehende tote Zonen, angesammelte Abfälle im Bodengrund und oft sehr niedriges Nitrat. Sie sind häufig in neueren Becken, in strömungsarmen Ecken und dort, wo sich Mulm bei zu wenig Reinigung ansammelt. Eine lange oder helle Beleuchtungsdauer verschärft das Problem, da sie zum Wachsen Licht brauchen.
Wie Sie damit umgehen
Der zuverlässige Ansatz ist, die Matten abzusaugen, eine 3–4-tägige Verdunklung durchzuführen (Licht aus, Becken abgedeckt), die Strömung in jede Ecke zu verbessern und Nitrat nicht auf null fallen zu lassen. Halten Sie Ihre Beleuchtungsdauer auf 6–8 Stunden per Zeitschaltuhr und saugen Sie den Bodengrund bei wöchentlichen Wasserwechseln ab. Für die vollständige Schritt-für-Schritt-Anleitung siehe wie man Blaualgen loswird und unsere Anleitung wie man Aquarienalgen loswird.