Die kurze Antwort
Sie können einen 100-%-Wasserwechsel machen, aber Sie sollten es bei einem eingefahrenen Becken fast nie tun. Das Problem ist nicht der Verlust Ihrer Bakterien — die leben auf Oberflächen, nicht im Wasser — sondern der plötzliche Sprung in Temperatur und Wasserchemie, dem ein kompletter Wechsel die Fische aussetzt, dazu der Stress durch das Herausfangen. Für nahezu jede Situation erreichen mehrere kleinere Wechsel dasselbe Ergebnis weitaus sicherer.
Warum es meist keine gute Idee ist
Ein kompletter Wechsel bedeutet neues Wasser, das sich vom alten in Temperatur, pH-Wert, Härte und gelösten Gasen unterscheidet. Fische, die sich wohlfühlten, werden auf einen Schlag in deutlich andere Bedingungen versetzt, was einen pH-Schock und starken Stress auslösen kann — besonders in einem Becken, dessen Chemie sich mit der Zeit verschoben hat.
Meist bedeutet es auch, die Fische zu fangen und festzuhalten, was sie zusätzlich stresst und Verletzungen riskiert.
Wann ein kompletter Wechsel gerechtfertigt ist
Ein paar Situationen erfordern ihn tatsächlich:
- Ein bodengrundfreies Kranken- oder Quarantänebecken ohne Bodengrund, der aufgewirbelt werden könnte.
- Ernste Verunreinigung — ein Giftstoff, eine Medikamentenüberdosis oder ein größerer Schadstoff.
- Ein Becken, das Sie komplett abbauen und neu aufsetzen.
Selbst dann: Passen Sie die Temperatur des neuen Wassers an und entchloren Sie es gründlich.
Die sicherere Alternative
Bei einem eingefahrenen Becken mit hohem Nitratwert oder einem zu verdünnenden Problem machen Sie mehrere Wechsel von 25–50 % über ein oder zwei Tage statt eines einzigen 100-%-Wechsels. Das verdünnt die Schadstoffe genauso wirksam und hält die Chemie stabil. Bei einem verschobenen, vernachlässigten Becken gehen Sie noch kleiner und langsamer vor — siehe Old-Tank-Syndrom. Zur Routine siehe wie man einen Wasserwechsel macht und den Pflege-Hub.